23.03.2017   |

Bewerbung

Warum sich ein Stelleninserat für Ingenieure lohnt

Das Stelleninserat ist ein sehr effektives Instrument, um Fach- und Führungskräften in verschiedenartigsten Situationen Arbeitsmarktpotenziale aufzuzeigen. Es ist z.B. ein Suchinstrument für Arbeitnehmer, die unter Druck geraten und zum Stellenwechsel gezwungen sind.

Das Stelleninserat ist ein sehr effektives Instrument.

Foto: iStock / Thinkstock

Das Stelleninserat im überregionalen Medium bringt direkt Kontakte zu Personalberatern und Arbeitgebern. Schon eine Woche nach Erscheinen fördert ein professionelles Gesuch im Normalfall einige brauchbare Zuschriften an den Tag. Rund 50% der Kontakte können zu Vorstellungsgesprächen führen.

Das zeigen jahrelange Erfahrungen bei der Begleitung von Managern und Fachspezialisten beim Stellenwechsel. Die klassischen Wege des Jobwechsels schneiden im direkten Zeit-/Kosten-Vergleich häufig wesentlich schlechter ab. Besser ist nur dran, wer über ein persönliches Netzwerk mit funktionierenden Verbindungen verfügt.

Mit dem Stelleninserat den Marktwert abschätzen

Möglicherweise führt aber nicht großer Zugzwang zur Aktion. Ein Stelleninserat dient auch dazu, quasi "spielerisch" die eigenen Jobpotenziale und den persönlichen Marktwert zu recherchieren. "Überraschung oder Enttäuschung?" das ist die Frage, die das Eigeninserat verlässlich beantwortet. Experimentierfreudige nutzen das Gesuch für "Was wäre, wenn ...?"-Anlaysen.

Da ist der Produkt-Manager, der mit dem Gedanken eines MBA-Studiums spielt. Er möchte wissen, ob die geplante Qualifizierung wirklich das erhoffte berufliche Sprungbrett darstellt. Er schaltet ein Stelleninserat und täuscht vor, den MBA-Titel zu besitzen. Qualität und Quantität der Zuschriften wertet er als Stop- or Go-Indikator für die teuere Weiterbildung. Für Hochschulabsolventen beim Berufseinstieg eignet sich das Gesuch weniger. Aber für den ersten Stellenwechsel wird es interessant.

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Stelleninserat: Über Form und Medium nachdenken

Wer sich für ein Stelleninserat entschieden hat, sollte intensiv über Inhalt, Form und Medium nachdenken. So muss der Leser beim lockeren Überfliegen der Gesuch-Rubrik die Zielpositionen/Zielbereiche erkennen können, z.B. "Leiter Technik/Instandhaltung". Fettdruck und entsprechende Schriftgröße bringen das gewünschte Ergebnis. Im Mittelpunkt des Textes sollten tabellarisch die entscheidenden "Verkaufs"argumente stehen. Plakativ und im Telegrammstil werden bis zu sechs Erfahrungsschwerpunkte genannt. Nicht schlecht machen sich zudem wesentliche Verantwortlichkeiten und Arbeitsergebnisse im Gesuch. Der Leser muss aus dem Text schließen können, auf welchen aktuellen Problemfeldern der Inserent weiterhelfen kann.

Hintergrund- und Insiderwissen sind gefragt, um die Kernpassage zugkräftig zu formulieren! Der interessierte Leser möchte abschließend noch einige persönliche Details sehen wie Alter, höchsten Bildungsabschluss, vorteilhafte berufliche Stationen, Sprach- und Spezialkenntnisse, wenn möglich den Status "ungekündigt" oder "laufendes Beschäftigungsverhältnis". Gut kommt der Hinweis auf hohe Mobilität an, z.B. "weltweit einsetzbar". Abgerundet werden kann das Stelleninserat durch Hinweise auf zwei bis drei gefragte Charaktereigenschaften wie "Teammotivator", "kraftvoller Akteur" o.ä. Die ganzen Informationen werden abschließend in einer zweispaltigen Anzeige in der Höhe von 5 bis 7 cm lesefreundlich untergebracht. Die Kosten liegen je nach Medium zwischen 200 und 400 Euro.

Antwort auf das Stelleninserat

Und wer antwortet auf ein Stelleninserat? Eine Pauschalaussage fällt schwer und hängt vom Einzelfall ab. Die Mischung ist recht bunt. Generell kann festgehalten werden, dass namhafte Personalberater, bekannte Großunternehmen und erfolgreiche Mittelständler Stellengesuche durchaus ernst nehmen. Von den ideenlosen Texten der Antwortbriefe der meisten Berater und Unternehmen sollte man sich nicht abschrecken lassen, meist fallen die Zuschriften uniform und damit wenig kreativ aus.

Der Inserent sollte jede seriöse und passende Zuschrift auf das Stelleninserat beantworten. Auch weniger bekannte Unternehmen und kleinere Personalberater sollten Gehör finden: Der kleine Berater kann die Top-Stelle im Angebot haben. Damit aus den Zuschriften die begehrten Vorstellungsgespräche werden, muss natürlich eine Bewerbung folgen, die hält, was der Kandidat im Stellengesuch verspricht.

Tipp:
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von Bernd Andersch, Karrierecoach, Düsseldorf

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