13.02.2015   |

Vorstellungsgespräch

Die sieben "Todsünden" für Ingenieure im Vorstellungsgespräch

Nach den Staufenbiel JobTrends, für die 249 Unternehmen befragt wurden, erhält nur jeder fünfte Bewerber nach einem Vorstellungsgespräch einen Arbeitsvertrag. Für Ingenieure ist es daher umso wichtiger, als Persönlichkeit zu überzeugen und die eigenen Kompetenzen herauszustellen. Dennoch scheitern auch viele Ingenieure bei der Hürde Vorstellungsgespräch an vermeidbaren Fehlern. Diese sieben "Todsünden" dürfen Sie auf keinen Fall begehen.

Sicherheit im Vorstellungsgespräch.

Foto: iStock / Thinkstock

1. Mangelhafte Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Für Ingenieure ist es von erheblicher Bedeutung sich auf ein Vorstellungsgespräch vorzubereiten, indem sie sich umfassend über den potenziellen Arbeitgeber informieren. Im Vergleich zu anderen Berufszweigen können hier inhaltliche Schwerpunkte der verschiedenen Unternehmen stark voneinander abweichen. Die Recherche beginnt im Internet, sollte aber darüber hinausgehen, falls die gewünschten Daten nicht zur Verfügung stehen. Scheuen Sie nicht davor zurück, bereits vor einem Vorstellungsgespräch Fragen zu klären, indem Sie sich im Sekretariat beispielsweise nach veröffentlichten Bilanzen und einem Unternehmens-Porträt erkundigen.

Bei der Durchsicht sollten Sie sich wichtige Fakten merken und zudem Fragen notieren, die Sie im Vorstellungsgespräch anbringen können, um Ihr Interesse zu zeigen. Ingenieure können zudem fachliche Fragen stellen, wenn sie in dem ausgeschriebenen Bereich entsprechende Erfahrung haben oder vertieftes Wissen, etwa durch einen Studienschwerpunkt.

2. Zum Vorstellungsgespräch zu früh oder zu spät erscheinen

Ein Arbeitgeber wünscht sich zuverlässige Mitarbeiter. Daher ist es eine absolute Todsünde, wenn Ingenieure zum Vorstellungsgespräch zu spät erscheinen. Beugen Sie Situationen wie einem Stau oder verspäteten Zügen vor, indem Sie sich sehr rechtzeitig auf den Weg machen. Übrigens gilt es auch als ungeschickt, bei einem Vorstellungsgespräch zu früh einzutreffen. Nutzen Sie besser die Zeit, indem Sie in einem Café die Unterlagen noch einmal durchgehen. Klopfen Sie maximal zehn Minuten vor dem avisierten Termin an die Tür. Und denken Sie daran, ihr Handy vor dem Vorstellungsgespräch auszuschalten.

3. Lücken im Lebenslauf nicht erklären können

Nicht alle Ingenieure können beim Vorstellungsgespräch einen perfekten Lebenslauf vorlegen, was ihre Kompetenz nicht automatisch infrage stellt. Ein großer Fehler wäre es jedoch, auf entsprechendes Nachhaken durch den Gesprächspartner mit einem Schulterzucken zu reagieren. Überlegen Sie sich vorab, wie Sie im Vorstellungsgespräch auf Fragen souverän antworten können. Lässt sich ein ungewöhnlich langes Studium beispielsweise durch einen Nebenjob erklären? Das ließe sich durch den Hinweis ergänzen, dass Sie gelernt haben, verschiedene Anforderungen unter einen Hut zu bringen.

4. Keine Antwort geben auf die Frage nach Schwächen im Vorstellungsgespräch

Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Im Vorstellungsgespräch werden Ingenieure häufig gebeten, diese darzustellen. Wer "keine Schwächen" angibt, begeht einen großen Fauxpas ? das zeugt von einer falschen Selbsteinschätzung. Die Antwort auf diese Frage sollte vielmehr authentisch sein und dem möglichen Arbeitgeber dennoch einen guten Eindruck vermitteln. Zum Beispiel: "Ich bin oft zu perfektionistisch, was allerdings dazu führen kann, dass ich zu lange brauche, um ein Projekt abzuschließen. Ich bin mir dessen jedoch bewusst und arbeite daran."

5. Ingenieure müssen nicht reden können, wenn sie kompetent sind

Es gibt Ingenieure, die hohe fachliche Kompetenz besitzen, diese im Vorstellungsgespräch jedoch nicht vermitteln können. Ein ruhiges, sicheres Auftreten macht den besten Eindruck. Sie sollten also laut und deutlich sprechen, weder einsilbig sein, noch den Personalchef unterbrechen. Auf Fragen im Vorstellungsgespräch antworten Sie ausführlich, ohne unnötig auszuschweifen. Im Zweifel ist es empfehlenswert, als Training einen Rhetorikkurs zu besuchen.

6. Beim Vorstellungsgespräch vorherige Arbeitgeber kritisieren

Wer im Vorstellungsgespräch auf Fragen nach einem ehemaligen Arbeitgeber abfällig reagiert oder ihn sogar konkret kritisiert, muss damit rechnen, eine Absage zu erhalten. Unternehmen suchen loyale Mitarbeiter. Das gilt für Ingenieure in besonderem Maße, da sie häufig in sensiblen Bereichen wie Entwicklung oder Qualitätskontrolle eingesetzt sind. Der bessere Weg ist es daher, Äußerungen im Vorstellungsgespräch nur auf sich selbst als Arbeitnehmer zu beziehen: "Ich hatte den Eindruck, dass ich mich im letzten Unternehmen nicht ausreichend weiterentwickeln konnte, da mein Arbeitsbereich sehr festgelegt war."

7. Unrealistische Gehaltsvorstellungen äußern

Im Vorstellungsgespräch werden Ingenieure in der Regel auch nach ihren Gehaltsvorstellungen gefragt. Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Zahlen vermitteln den Eindruck, Sie seien schlecht informiert - oder wertschätzen die eigene Kompetenz nicht. Die Angaben sollten daher der Ausbildung und Berufserfahrung angemessen sein. Orientierung bieten die aktuellen Infos zu Ingenieurgehältern von ingenieurkarriere.de.

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von Nicole Lücke, Redaktionsbüro ContentQualitäten

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