30.11.2015   |

Bewerbung

Bewerben mit einer Autogrammkarte

Beschreiben Sie sich in fünf Sätzen. Kein Problem? Dann sind Sie perfekt geeignet, um sich mit einer Autogrammkarte zu bewerben.

Clever bewerben, mit der Autogrammkarte.

Foto: Lars Zahner / Panthermedia

Eva ist 27, hat einen Bachelorabschluss als Umweltingenieurin und bald auch den Master in der Tasche. Da sie so schnell wie möglich ins Berufsleben einsteigen will, hat sie sich für den kommenden Recruiting Tag etwas vorgenommen: Sollte sie einen Personalverantwortlichen treffen, der ein interessantes Stellenangebot in der Tasche hat, wird sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit einer Autogrammkarte. Doch worauf muss Eva achten?

Welche Informationen müssen auf die Autogrammkarte?

Eine Autogrammkarte ist eine Form der Kurzbewerbung, die ausschließlich ein Foto des Bewerbers, seine Kontaktdaten und die wesentlichen Stationen seines Lebenslaufs enthält. Sie soll sowohl dem Bewerber als auch dem Personalverantwortlichen Zeit sparen und Letzterem einen ersten Eindruck vom Qualifikationsprofil des Bewerbers verschaffen. Sie muss weder an ein spezielles Unternehmen noch an eine ausgeschriebene Position gerichtet sein.

Autogrammkarte_Vorderseite.jpg

Erfüllt die Autogrammkarte ihren Zweck und weckt die Neugier des Personalers, kann sie allerdings nur der Auftakt des Bewerbungsprozesses sein. Sie erspart dem Bewerber in den seltensten Fällen das Erstellen einer kompletten Bewerbungsmappe. Denn die wenigsten Unternehmen hierzulande wollen komplett auf Zeugnisse und Zertifikate, Arbeitsproben oder sonstige Arbeitsnachweise verzichten. Ganz wichtig ist daher auch auf der kleinsten Autogrammkarte der Hinweis, dass auf Nachfrage selbstverständlich sämtliche Dokumente eingereicht werden.

 So könnte die Rückseite aussehen:

Autogrammkarte_Rueckseite.jpg

 

Wann machen Autogrammkarten Sinn?

Autogrammkarten sind Jobgesuche, die dem Wunsch nach einer schnellen und effektiven Erstvorstellung entsprechen. Der Kandidat wird dadurch in seinem Profil erkennbar, ohne seine Angaben jedoch belegt zu haben. Sie ist daher nicht als Reaktion auf konkrete Stellenausschreibungen geeignet, wohl aber für Initiativbewerbungen und als Begleiter für Karrieremessen. In beiden Fällen unterscheiden sich die Autogrammkarten leicht.

Als E-Mail Initiativbewerbung

Mit der Autogrammkarte als Initiativbewerbung spart der Bewerber in erster Linie Zeit. Denn komplette Bewerbungsmappen sind aufwendig und der Aufwand fraglich, wenn noch nicht einmal sicher ist, ob das Unternehmen überhaupt eine Stelle zu besetzen hat. Kommen wir zu Eva zurück: Angenommen sie hat ein Wunschunternehmen, das nicht auf dem kommenden Recruiting Tag in ihrer Nähe vertreten sein wird. Dort möchte sie sich vorstellen, obwohl sie weiß, dass die im Moment keine Stellen ausgeschrieben haben. Eva sendet also eine E-Mail mit ihrer Autogrammkarte. Wenn ihr Profil auf Interesse stößt, kann sie die restlichen Unterlagen zusammensammeln und einreichen. Wenn nicht, hat weder sie noch der Personalreferent des Unternehmens umsonst Zeit investiert.

Auf der Karrieremesse

Ganz anders verhält es sich, wenn Eva im Ausstellerverzeichnis der Recruiting Tage Unternehmen findet, die ihr zusagen. Dann ist die Autogrammkarte in Papierform gefragt. Denn wenn Eva nun ein spannendes Gespräch auf der Karrieremesse führt und dem Unternehmensvertreter anschließend ihre Autogrammkarte in die Hand reicht, bleibt sie mit Sicherheit im Gedächtnis. Denn sie ist zum einen ganz offensichtlich gut vorbereitet und zweitens werden nach ihr noch etliche potenzielle Interessenten kommen, die allesamt zusagen, ihre Bewerbungsunterlagen senden zu wollen. Eva dagegen hat ihre Visitenkarte mit ersten Stationen bereits abgegeben.

Für diesen Zweck muss die Autogrammkarte ein wenig anders aufgebaut sein: Eva sollte, obwohl ihr nur eine DIN-A5-Seite zur Verfügung steht, einen Bezug zwischen ihrem Profil und dem Wunschunternehmen (evtl. auch der angestrebten Position) herstellen können. Denn ist die übergebene Autogrammkarte zu allgemein, wird sie beliebig. Im Zweifel sollte Eva besser drei Autogrammkarten für die potenziell interessanten Unternehmen bereithalten. Dann ist der erste Schritt hin zum persönlichen Vorstellungsgespräch gemeistert.  

Checkliste Autogrammkarte

  • tabellarischer Lebenslauf
  • Foto
  • Kontaktdaten
  • Hinweis auf das nachträgliche Einreichen von Dokumenten
  • Format: DIN A5

Tipp:
Was bringt die Autogrammkarte im Bewerbungsprozess?

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von Lisa Schneider

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