Teamfähigkeit

Einführung

Allgemeine Beschreibung

In den 90er Jahren wurden viele deutsche Unternehmen von den namhaften Managementberatungen durchgestylt und rationalisiert. Vorbilder waren die gut funktionierenden amerikanischen und japanischen Unternehmen. Themen wie Leanmanagement, Prozessmanagement, Qualitätsmanagement usw. kamen in Mode. Organisationen mit sehr individuellen Strukturen wandelten sich in Unternehmen nach uniformen Vorbild, zumindest was die interne Aufbau- und Ablauforganisation betraf. Wesentlich waren die neuen Strukturen mit dem Gedanken der "Hand in Hand"-Arbeit verbunden. Die Qualität der Teamarbeit wurde somit zum entscheidenden Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor für die Unternehmen. Da die Vorteile funktionierender Teamarbeit unstrittig sind, wundert es nicht, dass selbst Unternehmen, die keine fundamentale Neuausrichtung mitmachten, sich zumindest die Teamarbeit auf ihre Fahnen schrieben.

Heute nimmt die Teamarbeit in vielen Unternehmen einen hohen Stellenwert ein, zumindest auf dem Papier. Kaum eine Unternehmensphilosophie, eine Imageanzeige oder -broschüre, in der nicht die Teamarbeit als notwendig erwähnt und hoch gelobt wird. Keine Schlüsselqualifikation wurde in den Stellenanzeigen der letzten zehn Jahre mehr gefordert als die Fähigkeit, im Team arbeiten oder ein Team effektiv führen zu können. Alleine die Vermittlung der Vorstellungen "Wir sitzen alle im selben Boot" oder "Wir ziehen alle am gleichen Strang" reicht allerdings genauso wenig aus, echte Teamarbeit zu fördern, wie die strikte Anordnung von oben "Ab heute gelten die Spielregeln der Teamarbeit!"

Dass x bunt zusammengewürfelte Stars lange noch kein echtes Team ausmachen, erfahren Profisportclubs in jeder Saison. Wenn Gruppenmitglieder und -führer mehr mit sich selbst, der Außenumgebung oder mit kräfteraubenden gruppendynamischen Prozessen im Team beschäftigt sind, kann keine Spitzenleistung entstehen und sich kein hervorragendes Team entwickeln. Ganz im Gegenteil, die positiven Synergien der Gruppeninteraktion, die mehr als die Summe der Individualleistungen bringen soll, werden neutralisiert.

Echte Teamarbeit findet dort statt, wo eine Gruppe in der Lage ist, effektiv und effizient im Sinne der gesetzten Ziele zusammenzuarbeiten. Es gibt zwar viele theoretische Faktoren, die die Gruppenleistung bestimmen wie
Gruppenzusammensetzung, Rolle der Mitglieder, Gruppengröße, Gruppennormen, Gruppenkohäsion, Gruppenentwicklung usw., dennoch entscheiden grundsätzliche Sozialkompetenzen der einzelnen Teammitglieder und des Teamführers über die Leistung der Gruppe. Diese müssen im Bewerbungsprozedere entsprechend präsentiert werden.

Theorie und Praxis

Nur selten sieht die Theorie wie die Praxis und die Praxis wie die Theorie aus.
So können Bücher, Seminare, Fallstudien zu Schlüsselqualifikationen nicht immer vollständig alle praktischen Problemstellungen zu einem Thema und alle speziellen Randbedingungen des einzelnen Arbeitsplatzes berücksichtigen. Ausführungen aus Seminaren und Büchern treffen deshalb so gut wie nie in Reinkultur auf die Praxis zu.

Bei der Anwendung des Gelernten am Arbeitsplatz stellen sich schnell Hürden und Schranken in den Weg. Möchte man die neuen Erkenntnisse dennoch anwenden, bedarf es mehr oder weniger Phantasie. Möglicherweise muss die Reinkultur verlassen und es müssen praxisfähige Abwandlungen, z.B. von Methoden und Instrumenten, kreiert werden. Häufig reicht es auch, die wenigen Punkte aus Büchern und Seminaren herauszufiltern und anzuwenden, die in der Praxis am ehesten weiterhelfen.

Die obige Erkenntnis sollte nicht übersehen werden, geht es in der Bewerbung um die Fähigkeiten zu den einzelnen Schlüsselqualifikationen. Sicherlich können die umfangreich dargestellten Fähigkeiten nicht komplett im Bewerbungsprozedere untergebracht werden. Das Studium der Schwerpunkte soll aber zu einer höheren Sensitivität für die Qualifikation führen. Danach muss jeder selbst entscheiden, welche Punkte für den beworbenen Arbeitgeber bedeutend sein könnten, welche er davon aufgreifen möchte und ob er dies in der schriftlichen Bewerbung oder im Vorstellungsgespräch macht.

Bezeichnungen

Im Stellenangebot stehen in der Regel die Beschreibung der Aufgaben sowie die fachlichen Voraussetzungen des Bewerbers im Mittelpunkt. Anforderungen, die mehr die Persönlichkeit betreffen, werden meist in einem Katalog sich aneinanderreihender Begriffe im unteren Teil der Anzeige gebracht. Die Begriffe Teamführung und Teamarbeit werden dabei direkt genannt oder mit Begriffen umschrieben wie: Teamfähigkeit, Teamgeist, Teamorientierung, Kooperationsfähigkeit, Moderationsfähigkeit, Integrativer Führungsstil.

Bezeichnungen

Die nachstehenden Ausführungen zeigen Ihnen, worüber Sie im Bewerbungsprozedere schreiben und sprechen sollten, um Fähigkeiten zur Teamarbeit und Teamführung nachzuweisen.

von Ihr Team von ingenieurkarriere.de

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