Kreativität, Innovatives Denken

Einführung

Allgemeine Beschreibung

Gerade in jüngster Zeit wird deutlich, dass Innovations- und Wirtschaftskraft einer Volkswirtschaft stark zusammenhängen. So soll der in die Jahre gekommene Industriestandort Deutschland durch Stärkung von Forschung und Entwicklung international wieder an die Weltspitze zurück geführt werden. Gleichfalls können Unternehmen nur Spitzenpositionen auf den globalen Märkten einnehmen und halten, wenn es ihnen in einer Zeit des ständigen Wandels und der dichten Konkurrenz gelingt, Innovationspotenzial zu erkennen und schnell in Lösungen umzusetzen.

Um zu forschen und zu entwickeln bedarf es kreativer Köpfe aus allen wissenschaftlichen Disziplinen. Sie sollen zu bestimmten Problemen ungewöhnliche aber sinnvolle Lösungsmöglichkeiten entdecken. Dabei werden zu einer Themenstellung ursprünglich nicht zusammengehörige Elemente in eine neue Lösungen überführt (= Kreativität). Das gelingt besonders gut, wenn sich die Beteiligten von vielen Konventionen, d.h. herkömmlichen Denkweisen, Lösungsansätzen, Vorurteilen usw. freimachen. Dazu bedarf es Wissen, Erfahrung und Einfallsreichtum.

Die Kreativität wird allerdings durch Gesetze, Verordnungen, Richtlinien usw. begrenzt. Andere Restriktionen gehen von der Technik, z.B. von Werkstoffen aus. Schließlich spielt die Wirtschaftlichkeit eine große Rolle. Zudem sind Ansichten, Vorgaben und Verhaltensweisen des Management zu beachten.

In der Wissenschaft existiert keine eindeutige Definition für den Begriff Kreativität und erst recht nicht in den Köpfen der Personalentscheider. Dennoch gibt es systematische Vorgehensweisen, persönliche Eigenschaften und anderweitige Voraussetzungen, die von Mitarbeitern erwartet werden, um Kreativität im Unternehmen zu sichern. Da kreative Prozesse selten im Alleingang erfolgen, müssen entsprechende soziale Fähigkeiten vorliegen.
Wenig gefragt sind Mitarbeiter, die undifferenziert und ohne profundes Wissen Ideen einfach daherreden. Andererseits nutzen die besten Ideen wenig, wenn sie nicht entsprechend "verkauft" und durchgesetzt werden können.

Trotz aller Forderungen nach Kreativität und Innovationsfreude sind Unternehmen häufig keine Experimentier- und Bastelstuben für Ingenieure. Konsequente Kreativität bedeutet ständige Bewegung, Veränderung und Unruhe, die nicht in jedem Unternehmen gewollt sind.

Theorie und Praxis

Nur selten sieht die Theorie wie die Praxis und die Praxis wie die Theorie aus. So können Bücher, Seminare, Fallstudien zu Schlüsselqualifikationen nicht immer vollständig alle praktischen Problemstellungen zu einem Thema und alle speziellen Randbedingungen des einzelnen Arbeitsplatzes berücksichtigen. Ausführungen aus Seminaren und Büchern treffen deshalb so gut wie nie in Reinkultur auf die Praxis zu.

Bei der Anwendung des Gelernten am Arbeitsplatz stellen sich schnell Hürden und Schranken in den Weg. Möchte man die neuen Erkenntnisse dennoch anwenden, bedarf es mehr oder weniger Phantasie. Möglicherweise muss die Reinkultur verlassen werden und es müssen praxisfähige Abwandlungen, z.B. von Methoden und Instrumenten, kreiert werden. Häufig reicht es auch, die wenigen Punkte aus Büchern und Seminaren heraus zu filtern und anzuwenden, die in der Praxis am ehesten weiterhelfen.

Die obige Erkenntnis sollte nicht übersehen werden, geht es um die Fähigkeiten zu den einzelnen Schlüsselqualifikationen. Sicherlich können die umfangreich dargestellten Fähigkeiten nicht komplett im Bewerbungsprozedere untergebracht werden. Das Studium der Schwerpunkte soll aber zu einer höheren Sensitivität für die Qualifikation führen. Danach muss jeder selbst entscheiden, welche Punkte für den beworbenen Arbeitgeber bedeutend sein könnten, welche er davon aufgreifen möchte und ob er dies in der schriftlichen Bewerbung oder im Vorstellungsgespräch macht.

Bezeichnungen

Im Stellenangebot stehen in der Regel die Beschreibung der Aufgaben sowie die fachlichen Voraussetzungen des Bewerbers im Mittelpunkt. Anforderungen, die mehr die Persönlichkeit betreffen, werden meist in einem Katalog sich aneinanderreihender Begriffe im unteren Teil der Anzeige gebracht. Die Begriffe Kreativität und innovatives Denken werden dabei direkt genannt oder mit Begriffen umschrieben wie:

Innovationsfreude, Ideenreichtum, Tüftler-Eigenschaften, Pioniergeist. Die Fähigkeit alleine reicht jedoch nicht aus, fehlt der Wille dazu, diese einzusetzen. In den Anzeigen findet man daher gelegentlich Hinweise wie: "Bereitschaft, innovative Lösungen erarbeiten zu wollen." Kreativität und innovatives Denken sind zudem wichtige Eigenschaften, geht es darum Problemlösungskompetenz und konzeptionelle Fähigkeiten zu untermauern, die gleichfalls häufig in den Anzeigen gefordert werden.

Die nachstehenden Ausführungen zeigen Ihnen, worüber Sie im Bewerbungsprozedere schreiben und sprechen sollten, um Kreativität und innovatives Denken nachzuweisen.

von Ihr Team von ingenieurkarriere.de

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