Kommunikationsfähigkeit, -stärke

Einführung

Allgemeine Beschreibung

Die Fähigkeit zu kommunizieren ist im Zeitalter komplexer High-tech-Projekte, neben der Teamorientierung, die wichtigste Schlüsselqualifikation überhaupt. Es nutzt wenig, den Kopf voller Detailwissen zu haben, wenn man dieses nicht den Kollegen, Vorgesetzten und Kunden, Lieferanten usw. in verständlicher Weise mitteilen und demonstrieren kann. Und gerade hier liegt die Problematik. Die wirklichen Fachleute haben oftmals Defizite in der Selbstdarstellung und der Präsentation ihrer Leistungen. Daher bleiben sie in der Karriereentwicklung zurück. Dem "Verkäufertyp" unter den Ingenieuren gelingt es dagegen, mittelmäßiges Know-how in bombastische Worte zu verpacken. So gewinnt man letztlich den Eindruck, dass hier "wirkliche" Fachexpertise vorhanden ist.

Was für die persönliche Karriere ärgerlich ist, kommt die Unternehmen teuer zu stehen. Fehlendes Kommunikationsvermögen kann bei Projekten zu folgenschweren Missverständnissen führen. Projektverzögerungen, Budgetüberschreitungen und Querelen sind nur die geringeren Folgen. Möglicherweise cancelt der interne oder externe Kunde das gesamte Projekt. Beispiel: Ein Komponentenkonzept ist von den Entwicklern falsch verstanden worden. Es wird viel Manpower in die Entwicklung gesteckt. Das in der Entstehung befindliche Produkt muss aufwendig nachgebessert werden. Daraufhin überlegt der Auftraggeber, das Projekt zu stoppen, weil sein Vertrauen in die Lösung schwindet.

Es kann aber auch sein, dass eine pfiffig ausgedachte Lösung vom Abnehmer erst gar nicht verstanden wird. Die investierte Arbeit war dann umsonst - obwohl aus technischer Sicht der Lösungsansatz möglicherweise optimal war. Kein Wunder also, dass im gesamten Bewerbungsprozedere und insbesondere im Vorstellungsgespräch die Prüfung des Kommunikationsvermögen eine besondere Rolle spielt. Kommunikative Defizite sind die größten Karriereblocker. Wer hier Schwächen offenbart, sollte auf jeden Fall Schulungen in den Bereichen Rhetorik, Kommunikations-/Diskussions- und Präsentationstechniken anpeilen.

Im Zeitalter der Globalisierung spielt das Thema der Kommunikation eine noch größere Rolle. Da jetzt grenzüberschreitend, ja hin und wieder sogar über Kontinente hinweg und möglicherweise sogar mit mehreren Nationalitäten (z. B. in einem Projektteam) kommuniziert wird, kann es schnell zu Missverständnissen kommen. Zu verstehen, wie Kommunikation funktioniert, wie man Inhalte so an Kollegen, Vorgesetzte und Mitarbeiter (möglicherweise in einer Fremdsprache, die für den Empfänger der Information gleichfalls nicht die Muttersprache ist) kommuniziert, dass sie auch richtig ankommen, wie man selbst die entscheidenden Punkte erkennt an der es nachzubohren gilt, um die richtigen und kompletten Information zu erhalten oder überhaupt zu verstehen, was die Gegenseite wirklich meint und mitteilen möchte, diese neue Dimension wertet die Schlüsselqualifikation Kommunikationsstärke/Kommunikationsfähigkeit erheblich auf.

Theorie und Praxis

Nur selten sieht die Theorie wie die Praxis und die Praxis wie die Theorie aus.
So können Bücher, Seminare, Fallstudien zu Schlüsselqualifikationen nicht immer vollständig alle praktischen Problemstellungen zu einem Thema und alle speziellen Randbedingungen des einzelnen Arbeitsplatzes berücksichtigen. Ausführungen aus Seminaren und Büchern treffen deshalb so gut wie nie in Reinkultur auf die Praxis zu.

Bei der Anwendung des Gelernten am Arbeitsplatz stellen sich schnell Hürden und Schranken in den Weg. Möchte man die neuen Erkenntnisse dennoch anwenden, bedarf es mehr oder weniger Phantasie. Möglicherweise muss die Reinkultur verlassen und es müssen praxisfähige Abwandlungen, z.B. von Methoden und Instrumenten, kreiert werden. Häufig reicht es auch, die wenigen Punkte aus Büchern und Seminaren heraus zu filtern und anzuwenden, die in der Praxis am ehesten weiterhelfen.

Die obige Erkenntnis sollte nicht übersehen werden, geht es doch um die Fähigkeiten zu den einzelnen Schlüsselqualifikationen. Sicherlich können die umfangreich dargestellten Fähigkeiten nicht komplett im Bewerbungsprozedere untergebracht werden. Das Studium der Schwerpunkte soll aber zu einer höheren Sensitivität für die Qualifikation führen. Danach muss jeder selbst entscheiden, welche Punkte für den beworbenen Arbeitgeber bedeutend sein könnten, welche er davon aufgreifen möchte und ob er dies in der schriftlichen Bewerbung oder im Vorstellungsgespräch macht.

Bezeichnungen

Im Stellenangebot stehen in der Regel die Beschreibung der Aufgaben sowie die fachlichen Voraussetzungen des Bewerbers im Mittelpunkt. Anforderungen, die mehr die Persönlichkeit betreffen, werden meist in einem Katalog sich aneinanderreihender Begriffe im unteren Teil der Anzeige gebracht. Die Begriffe Kommunikationsfähigkeit und Kommunikationsstärke werden dabei direkt genannt oder mit Begriffen umschrieben wie: Abschlusssicherheit, Argumentationsstärke, Kommunikationsbereitschaft, Kontaktfähigkeit, Kontaktstärke, Moderationsfähigkeit, Moderationsstärke, Präsentationsfähigkeit, Präsentationsstärke, Verhandlungsgeschick, Verhandlungsstärke, Verhandlungssicherheit.

Die nachstehenden Ausführungen zeigen Ihnen, worüber Sie im Bewerbungsprozedere schreiben und sprechen sollten, um Fähigkeiten zur Teamarbeit und Teamführung nachzuweisen.

von Ihr Team von ingenieurkarriere.de

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