Qualitätsmanagement

Einführung

Allgemeines zur Qualitätsmanagement

Beim Thema Qualitätsmanagement/-sicherung, Materialprüfung und Güteprüfung geht es im Wesentlichen darum, ständig die Prozess-, Produkt-, Material- und Servicequalität zu verbessern. Die Kundenanforderungen sollen hinsichtlich der Produktqualität erfüllt, Qualitätskosten minimiert, Durchlaufzeiten verkürzt werden, um so zu effektiven Fertigungsprozessen zu gelangen. Die Qualität der Halbfertig- und Fertigprodukte aus der laufenden Produktion ist dabei zu sichern.

Das Qualitätsmanagement setzt dabei aber nicht erst in der laufenden Produktion an, sondern bereits in der Entstehungsphase. Es sorgt für eine gebührende Berücksichtigung der Qualitätsanforderungen im Produktneuentwicklungsprozess. Aber auch danach ist das Qualitätsmanagement gefragt. So ist beispielsweise eine Quote von Feldrückläufern gegen Null erst durch erhebliche Produktverbesserungen erreichbar. Ziel der Materialprüfung ist es, eine hohe Kundenzufriedenheit, eine starke Kundenbindung und eine stetige Verbesserung der Qualitätsindizes zu erreichen.

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Weiterentwicklung im Qualitätsmanagement

Für das Qualitätsmanagement ist die kontinuierliche Analyse von Fertigungs- und Geschäftsprozessen sowie eingesetzter Materialien- auch bei den evtl. weltweit verteilten Lieferanten notwendig. Schwachstellen sind zu definieren, Maßnahmen zu entwickeln, umzusetzen und zu verfolgen. Bei den Maßnahmen handelt es sich um Korrektur- und Präventivmaßnahmen. Die Erarbeitung der Optimierungsmaßnahmen kann dabei zu umfangreichen Projekten entlang der gesamten Prozesskette führen, die dann maßgeblich vom Qualitätswesen gesteuert werden. Bei allen Aktivitäten erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den Abteilungen Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Materialwirtschaft, Beschaffung, ggf. auch mit dem technischen Marketing, Vertrieb und Produktmanagement.

Eine wesentliche Aufgabe im Qualitätsmanagement besteht in der Weiterentwicklung von Instrumenten und Verfahren der Qualitätssicherung. Prozessorientierte Vorschriften, Richtlinien und Standards müssen aktualisiert und ausgearbeitet werden. Letztlich müssen die neuen Qualitätstechniken und Arbeitsanweisungen in das Unternehmen eingeführt werden. Themen wie Auditierung und Zertifizierung beherrschen aber nach wie vor das Qualitätswesen. So werden Qualitätsaudits vorbereitet und im eigenen Unternehmen, u. U. aber auch bei Lieferanten und Kunden, durchgeführt. Teilweise ist in den Unternehmen noch ein Qualitätsmanagement bis zur Zertifizierung nach DIN ISO aufzubauen. Andernorts ist dafür zu sorgen, dass die Zertifizierung aufrechterhalten wird. Nachdem bereits viele Unternehmen ihre Qualitätsmanagementsysteme aufgebaut, deren Möglichkeiten und Grenzen erkannt haben, spielen immer mehr Aufgaben eine Rolle, die sich mit der Weiterentwicklung und Neuausrichtung der Systeme befassen.

Karriere im Qualitätsmanagement

Aus den voranstehenden Aufgaben ergibt sich eine Reihe von persönlichen und fachlichen Anforderungen, die Fach- und Führungskräfte im Qualitätsmanagement auszeichnen. Wesentlich sind fundierte Kenntnisse im Qualitätsmanagement. Neben einem guten technischen Hintergrund helfen der Blick und die Liebe fürs technische Detail. Als „Prozessveränderer“ müssen die Qualitätsingenieure analytische und konzeptionelle Fähigkeiten mitbringen und über ein gutes Maß an Durchsetzungsvermögen verfügen.

Allerdings ist nicht immer die „harte Hand“ das probate Mittel. Vielmehr agieren die Qualitätsmanager häufig als Coach. Bei größeren Optimierungsmaßnahmen müssen sie Projekte professionell managen können. Zur Wahrnehmung der Schnittstellenfunktion zwischen den internen technischen Abteilungen, aber auch zu Kunden und Lieferanten, sind die Qualitätsfachleute als Moderatoren gefragt. Aufgrund der globalen Kunden- und Lieferantenverflechtungen kommt es auch im Qualitätsmanagement vermehrt zu internationalen Einsätzen.

Qualitätsmanagement in verschiedenen Branchen

Branchen, in denen für den Funktionsbereich „Qualität, Material- und Güteprüfung“ und Qualitätsmanagement neue Arbeitskräfte (Ingenieure, Techniker) gesucht werden, geordnet nach Anzeigenaufkommen in ingenieurkarriere.de:

  • Fahrzeugbau
  • Automobilindustrie / -zulieferer
  • Maschinenbau
  • Elektronik / Mess- und Regeltechnik / Halbleiter
  • Elektrotechnik / Automatisierungstechnik
  • Anlagenbau
  • Energieerzeugung / -versorgung / -handel
  • Technische Dienstleistungen
  • Metallverarbeitung
  • Chemische-/pharmazeutische Industrie / Raffinerien
  • Kunststoffindustrie
  • Luft- und Raumfahrttechnik
  • IT / EDV / Telekommunikation
  • Ingenieurbüros
  • Medizintechnik / Gesundheit / Sozialwesen
  • Konsum- und Gebrauchsgüter
  • Sonstige
  • Heizung / Klima / Lüftung / Sanitär
  • Getriebe- und Antriebstechnik / Lager
  • Armaturen / Pumpen / Verdichter

Berufsbezeichnungen im Qualitätsmanagement

Positionsbezeichnungen für das Qualitätsmanagement werden oftmals durch den Begriff „Qualität“ geprägt. Hin und wieder wird dieser Begriff mit der jeweiligen ingenieurtechnischen Fachrichtung kombiniert, z. B. Elektrotechnik, Medizintechnik, Werkstoffkunde. Häufig werden aber auch konkrete Aufgaben, die der Ingenieur bewältigen soll, oder Phasen, in denen der Ingenieur zum Einsatz kommen soll, in den Positionsbezeichnungen genannt: Qualitätssicherung, Qualitätsplanung, Materialprüfung etc. Öfter sind zudem organisatorische Einheiten zu erkennen, in denen der Qualitätsingenieur seine Expertise einbringen soll: Einkauf, Fertigung, Entwicklung. Selten tauchen Branchen in den Bezeichnungen auf oder Produkte, für die der Ingenieur zuständig sein soll.

Basisdaten für das Qualitätsmanagement

Die Datenbasis für die nachstehenden Ausführungen lieferten Auswertungen zum Online-Stellenmarkt im Bereich Qualitätsmanagement und zur Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de.

  • Aufgaben, Anforderungen, Positionsbezeichnungen, Branchenschwerpunkte stammen aus einer Auswertung von Stellenanzeigen zum jeweiligen Berufsfeld des Online-Stellenmarktes von ingenierkarriere.de. Es wurden sehr umfangreich Stellenanzeigen zu dem Funktionsbereich ausgewertet.
  • Aussagen über Bewerberpräferenzen ergeben sich aus der Auswertung der Zielvorstellungen von über 20.000 Ingenieuren aus der Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de zum 01.01.2013. Um Aussagen zum Stellenmarkt treffen zu können, wurden Stellenangebote, die vom 30.06.2009 bis 01.01.2013 auf ingenieurkarriere.de geschaltet wurden, herangezogen.

Die eingetragenen Ingenieure setzen sich dabei aus Professionals, Young Professionals und Hochschulabsolventen aus allen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, Branchen, Funktionsbereichen und Hierarchieebenen zusammen.

von Bernd Andersch

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Ingenieur (w/m) als Experte im Bereich Betriebliche Regelungen Kernkraftwerke