Übersicht
Was sich Kunden, Vertrieb und Entwicklung ausgedacht haben, wird in der Produktion hergestellt: Produkte, Komponenten, Baugruppen, Anlagen, Geräte, Verpackungen, Werkstoffe, Systeme usw. In den Bereichen Produktion, Betrieb, Montage geht es traditionsgemäß „handfest“ zu. Hier muss schlussendlich Farbe bekannt werden, ob die Zusagen gegenüber den Kunden und dem Markt wirklich auch eingehalten werden können. Im Mittelpunkt steht die physische Erstellung der oben genannten Objekte in Einzel- oder Serienfertigung, wobei es darum geht, Qualitäts-, Produktivitäts- und Terminziele einzuhalten.
Um diese Ziele zu erreichen, muss eine Reihe von Inputfaktoren wie Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, Maschinen, Menschen usw. bereitgestellt werden. Diese werden in den Fertigungsprozessen unter Einsatz von Verfahren und Methoden in Produkte usw. transformiert. Teilweise stehen für die Produktion mehrere Produktionslinien zur Verfügung. Neue Produkte und Produktionsprozesse müssen ständig eingeführt und betreut werden. Abschließend wird das physische Objekt für den Kunden bereitgestellt und ggf. vor Ort bei ihm montiert.
Da die Fertigungsprozesse für ein Produkt meist sehr komplex sind und mehrere Produkte um die Fertigungsressourcen in Konkurrenz stehen, bedarf es einer ausgeklügelten Produktionsplanung und -steuerung, wobei (RAUS: u.a. ein besonderes Augenmerk) ein Hauptaugenmerk auf eine wirtschaftliche Ressourcenbereitstellung und Kapazitätsauslastung gerichtet werden muss. Eine besondere Herausforderung liegt darin, meist sehr komplexe Fertigungsprozesse mit viel Kreativität und Sachverstand kontinuierlich zu verbessern, innovative Produktionskonzepte zu realisieren und neue Fertigungstechnologien zu implementieren. Die Erlangung einer hohen Prozesssicherheit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der Entwicklung des Betriebes zu höherer Wirtschaftlichkeit durch Optimierung fällt gerade in (RAUS: wirtschaftlich schwierigen Zeiten) unseren Zeiten eine besonders hohe Bedeutung zu. Eine besondere Brisanz und Unsicherheit ergibt sich für Fach- und Führungskräfte, die sich für dieses Berufsfeld interessieren, aus den Bestrebungen der Unternehmen, Produktionen in die „Low cost counries“ in Asien und Osteuropa zu verlagern.
Im direkten Produktionsbetrieb wird die Planung umgesetzt. Die Ressourcen müssen einsatzfähig sein. Bei Störungen bedarf es pragmatischer Wege der Beseitigung. Da kann es schon einmal vorkommen, dass die Führungskraft sich selbst unter einer Maschine wiederfindet und Hand anlegt. Fortlaufend sind zudem Qualität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz zu gewährleisten.
Besondere Ansprüche werden in diesem Berufsfeld an die Sozial- und Führungskompetenz von Ingenieuren gestellt. Im Betrieb und bei der
Montage arbeiten häufig Menschen unterschiedlichster Herkunft und Qualifikation zusammen. Die oftmals leerformelhaft geforderte
interkulturelle Fähigkeit wird hier unmittelbar auf den Prüfstand gestellt.
Der Produktionsbereich ist sehr weit gefächert. Wartung- und Instandhaltung, Werkzeugbau, Lagerhaltung, Transport, Verpackung, Versand,
Arbeits- und Zeitwirtschaft sind einige weitere größere Aufgabengebiete, die in Abhängigkeit von der Unternehmensorganisation direkt der
Produktion zugeordnet sein können. Den Themen Qualitätsmanagement, Arbeits- und Anlagensicherheit, Umweltschutz wurden aufgrund ihrer
großen Bedeutung gesonderte Berufsfelder gewidmet.
Branchen, in denen für den Funktionsbereich „Montageorientierte Produktion“ (Ingenieure, Techniker) neue Arbeitskräfte gesucht werden, geordnet nach Anzeigenaufkommen in ingenieurkarriere.de:
In den Positionsbezeichnungen für dieses Berufsfeld finden sich häufig die Funktionen wieder, die der Ingenieur ausüben bzw. verantworten soll, z. B. Arbeitsvorbereitung, Produktionsplanung, Industrial Engineering, Prozessoptimierung, REFA, technische Leitung. In seltenen Fällen liegen die Produktion und das Qualitätsmanagement in einer Hand. Oftmals werden aber auch die organisatorischen Einheiten in den Positionsbezeichnungen dokumentiert, in denen die Leistungen zu erbringen sind, z. B. Produktion, Montage, Betrieb, Werk, Werkzeugbau, Final Assembly, Presserei u. ä. Bei den Fachpositionen tauchen zudem oft die gewünschten Studienfächer oder Studienrichtungen auf, z. B. Produktionstechnik, Automatisierungstechnik, Fertigungstechnik. Aber auch die herzustellenden Gegenstände werden in die Positionsbezeichnungen aufgenommen, z. B. Glühkerzen, Sensoren, Schalter.
Die Datenbasis für die nachstehenden Ausführungen lieferten Auswertungen zum Online-Stellenmarkt und zur Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de.